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Tip 1    Vorbereitung auf die Vorführung

Bereiten Sie sich immer vor, nehmen Sie sich Zeit dafür. Besprechen Sie es im Kreis aller Personen die Sie mitnehmen.
Nehmen Sie wenn möglich einen erfahrenen Anwender mit, der schon einige Jahre mit CAD/CAM-Systemen gearbeitet hat.
Machen Sie sich eine Checkliste über alles was Sie gerne sehen wollen. Nehmen Sie aktuelle Problemfälle mit. (Produktzeichnungen, Musterteile, von Ihren Kunden erhaltene Daten auf Diskette oder Band).
Klären Sie vorab, ob Datenträger während der Vorführung eingelesen werden können, und wenn, dann welche. (Diskette, Zip-Disk, DAT, LS-120, MO-Disk.......). Wichtig auch das Format mit dem der Datenträger bespielt werden soll (MS-DOS, tar.....) und die Datei. (IGES, VDAFS, DXF, DWG......). Sie sollten unbedingt Daten mitnehmen, denn hier haben manche Systeme erhebliche Schwachstellen.
Einige Anbieter möchten solche Daten gerne vorab, um sich optimal darauf vorbereiten zu können. Lassen Sie sich nicht darauf ein, denn hier wird am meisten getrickst. Ausnahme sind sehr umfangreiche Projekte. Sie können nicht nachvollziehen wieviel Zeit gebraucht wurde, oder ob es Probleme gab.
Nehmen Sie keine allzugroßen Projekte mit. Der Zeitaufwand zum Erstellen sollte nicht größer als 2-3 Stunden sein.

Tip 2    Beginn der Vorführung

Normalerweise wird zuerst das System anhand eines kleinen Beispiels gezeigt. Wundern Sie sich nicht wenn in 10 Minuten z.B. ein kompletter Telefonhöhrer zu sehen ist. Diese Beispiele sind meist einstudiert und haben mit der Realität nichts zu tun.
Hier sollten Sie zumindest erfahren wie das System bedient wird (Maus, Tastatur...), und wie die Menüs aufgebaut sind. Fragen Sie immer ob die Funktionen zum Standard gehören oder Zusatzmodule sind. Vorführsysteme sind (fast) immer komplett ausgestattet und haben zum Teil Sonderfunktionen(Macros, Scripte....) die Sie dann nachher nicht zur Verfügung haben.

Tip 3    Ihre Eigenen Projekte entwerfen

Jetzt kommen die mitgebrachten Unterlagen, Datenträger zum Einsatz. Lassen Sie sich zuerst die Schnittstellen (VDAFS, IGES, .......) zeigen. Testen Sie diese mit den mitgebrachten Daten (soweit vorhanden). Dieser Punkt ist sehr wichtig, denn es sind nachher die Schnittstellen zu Ihren Kunden. (Nacharbeiten an fehlerhaften Daten verursachen zum Teil erhebliche Kosten). Fixieren Sie Aussagen wie: “In der nächsten Version sind die Fehler behoben” schriftlich.
Lassen Sie sich anhand Ihrer Beispiele Schritt für Schritt zeigen wie ein Problem gelöst wird. Verschieben Sie keine Fragen auf einen späteren Zeitpunkt.(wird dann meistens vergessen)
Bedenken Sie aber, daß die meisten Vorführer zwar das System sehr gut kennen, aber mit fachspezifischen Ausdrücken wie z.B: Düsenseite, Auswerferseite, Kernzug, Unterflurschieber usw. nicht klarkommen. Versuchen Sie also zusammen mit dem Bediener Ihre Probleme zu lösen.